Versandkosten richtig kalkulieren

Die Versandkosten im Onlinehandel sind sowohl für Käufer als auch für Verkäufer ein sehr wichtiger aber auch sensibler Faktor. Je weniger Sie als Händler zahlen, desto mehr Gewinn bleibt. Der Kunde will ebenfalls so geringe Versandkosten wie möglich, wobei die Ware ausreichend verpackt, und vor eventuelle Schäden geschützt sein soll. Sind die Kosten zu hoch ist das oft ein Grund für den Kunden, die Ware wo anders zu bestellen, wobei zu geringe Versandkosten den Gewinn minimieren können. Hier ist es wichtig realistisch zu bleiben und die Versandkosten dementsprechend richtig zu kalkulieren.

 TIPP

TRANSPARENTE VERSANDKOSTEN SCHAFFEN VERTRAUEN BEIM KUNDEN!

Was beinhalten die Versandkosten?

Der Umfang der Versandkosten wird oft unterschätzt, denn sie bestehen nicht ausschließlich aus dem Betrag, der an diversen Paketdiensten bezahlt wird. Vor allem die Verpackungskosten tragen einen großen Teil zu den Kosten bei. Natürlich muss man auch beachten, dass je größer das Paket, desto höher wird der Verpackungsaufwand und die Kosten für den Paketdienst betragen. Deshalb ist es ratsam verschiedene Versandklassen anzubieten und dafür auch immer die richtige Kartongröße parat zu haben.

Bedenken Sie ob sie national oder international verkaufen möchten. Dies kann in jedem Webshop individuell, über Anmeldung oder Eingabe der Lieferadresse, gesteuert werden.

Beachten Sie folgende Faktoren:

  • Kosten für Karton oder Verpackung

  • Füllmaterial, Paketklebeband

  • Paketaufkleber, Druckkosten

  • Kosten für Rechnung und Lieferschein

  • Zeitaufwand für das Verpacken

  • Kosten für die Postaufgabe (Zeit, Fahrzeug,..)

Beispiel für die Kalkulation der Versandkosten:

Beispiel: Post, Standardpaket 100cm, bis 2kg
(Nicht eingerechnet ist der Zeitaufwand, Personal)

MATERIAL

Karton

Füllmaterial

Klebeband

Rechnung und Lieferschein

Paketdienstleister

SUMME

PROZENT

4.09 %

1.02 %

0.2 %

0.62 %

94,07 %

100 %

NETTO

0.16 EURO

0.04 EURO

0.01 EURO

0.02 EURO

3.83 EURO

4.06 EURO

KOSTEN BRUTTO

0.20 EURO

0.05 EURO

0.01 EURO

0.03 EURO

4.60 EURO

4.89 EURO

Vergleichen mit Mitbewerbern

Bevor Sie Ihre Kosten für den Versand endgültig festlegen, ist es von Vorteil sich vorerst einen Überblick über die Versandkosten der Konkurrenz zu verschaffen. So können Sie sich orientieren, welche Kosten im Rahmen sind und welche nicht. Diese Kosten sind natürlich von Branche zu Branche sehr verschieden.

Manche Mitbewerber führen Versandkosten nicht an, da Sie diese bereits in Ihre Produkte miteinrechnen oder diese in der Gesamt-Verkaufszahlen mitkalkulieren. Vergleichen Sie sich daher mit einem Mitbewerber in einer ähnlichen Größenordnung.

Versandkostenfrei oder Variabel?

Warum können sich viele Onlinehändler kostenlosen Versand leisten? Weil „Versandkostenfrei“ Käufer anlockt! Es soll am Ende des Bestellvorgangs keine unangenehme Überraschung geben. Das kann ein Kaufargument sein. Wichtig hierbei ist es, sich vorher genau durchzurechnen ob und ab wann sich das bezahlt macht. Sollten Sie eine geringe Marge pro Bestellung erzielen, ist diese Variante wenig empfehlenswert.

Variable Versandkosten sollen den Shopbesucher zu größeren Bestellungen anspornen, auch hier heißt es, zuerst genau kalkulieren!

Gestaffelt oder Pauschale?

Hier kommt es an erster Stelle auf die Art Ihrer Produkte, sowie die durchschnittliche Menge der bestellten Produkte an. Selbstverständlich sind große und schwere Produkte kostspieliger zu verschicken als kleine, leichte Produkte.

Aus diesem Grund ist es sehr üblich die Versandkosten zu staffeln. Das bedeutet, dass Sie sich beispielsweise am Gewicht der Ware orientieren und dementsprechend zum Beispiel 3 verschiedene Versandklassen anbieten. Dabei kann es natürlich passieren, wenn die Klassen sehr weit auseinander liegen, der Kauf wegen zu hohen Versandkosten nicht abgeschlossen wird.