Zahlungsarten in Onlineshops

Bei der Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten sollte man einiges beachten. Es ist wichtig, so weit es möglich ist, für jeden Typ die passende Zahlungsart zu bieten, wobei zu viele Möglichkeiten nicht förderlich sein können. Auch das Risiko sollte beiderseits ausgeglichen sein. Hier die gängigsten Zahlungsarten:

Vorkasse

Vorkasse heißt, der Käufer überweist den zu zahlenden Betrag nachdem er seine Bestellung getätigt hat und der Verkäufer verschickt die Ware sobald die Zahlung bei ihm eingegangen ist.

Diese Zahlungsart verursacht keine direkten Kosten, außer  Kontoführungsgebühren und ist nahezu risikolos. Bei Neukunden ist diese Zahlungsart oft nicht sehr beliebt, man muss das Geld vor Erhalt der Ware überweisen und darauf vertrauen, dass die Ware wie gewünscht zuhause ankommt. Da Vorkasse sehr wenig Risiko mit sich bringt gibt es hier oft ein Skonto.

Nachname

Die Zahlung per Nachname ist für beide Parteien sehr sicher. Der Kunde bezahlt den Betrag an der Haustür bei Erhalt der Ware.

Der beauftragte Versanddienstleister überweist den Betrag auf das Konto des Onlineshop-Betreibers. Dabei entsteht eine Nachname Gebühr in der Höhe von ca. 3 – 10 EURO, die meistens dem Kunden weiterverrechnet wird. Aufgrund der Gebühren gehört diese Methode nicht zu den beliebtesten. Trotzdem sollte diese Zahlungsart angeboten werden, da sie dem Kunden Sicherheit signalisiert. Bei hohen Beträgen wird am ehesten zu dieser Methode gegriffen.

Paypal

In den letzten Jahren hat sich Paypal als größter Anbieter von elektronischer Zahlung etabliert und zählt zu den beliebtesten. Aus diesem Grund sollte diese Zahlungsart in Onlineshops auch als Standard Zahlungsart angeboten werden. Bezahlen mit Paypal ist einfach, schnell und sicher.

Ein Nachteil sind die teilweise recht hohen Gebühren. Pro Verkauf bzw. Geldempfang wird eine Gebühr von maximal 3,4% + 0,35 EURO erhoben. Außerhalb der EU gelten weitere Gebühren.

Rechnung

Die Zahlung per Rechnung zählt zu den beliebtesten Methoden, zumindest beim Käufer. Der Rechnungskauf gilt als sicherste Methode beim Onlinekauf. Der Kunde bestellt im Onlineshop, bekommt die Ware geliefert und bezahlt den ausstehenden Rechnungsbetrag meistens mit einem Zahlungsziel von 14 Tagen.

Die Abbruchquote beim Bestellvorgang wird durch diese Zahlungsmöglichkeit deutlich reduziert. Das Risiko liegt allerdings beim Verkäufer, da manche Kunden eine schlechte Zahlungsmoral haben und den Betrag erst verspätet oder gar nicht zahlen. Somit ist diese Zahlungsart für den Shopbetreiber die riskanteste Zahlungsart. Oft wird diese Möglichkeit nur Stammkunden angeboten.

Kreditkarte

Die Zahlung per Kreditkarte ist und bleibt eine der beliebtesten Zahlungsarten im Internet, ähnlich wie Paypal ist es eine schnelle Möglichkeit bequem zu zahlen. Der Kunde muss für die Zahlung seine Kreditkarteninformationen eingeben und der zu zahlende Betrag wird dem Shopbetreiber gutgeschrieben, umgekehrt wird abgebucht.

Die Mehrheit der geschäftsfähigen Kunden besitzt eine Kreditkarte, diese Zahlungsart ist weltweit verbreitet, auch diese Zahlungsart kann Abbrüche im Bestellvorgang reduzieren. Für kleinere Onlineshops kann das Anbieten von Zahlungen per Kreditkarte jedoch weniger vorteilhaft sein. Es fällt eine monatliche Grundgebühr an und ebenso Gebühren pro Buchung. Das Risiko ist sehr gering.

Lastschrift

Die Zahlung per Lastschrift gehört neben dem Zahlen auf Rechnung zu den beliebtesten Zahlungsarten im Internet. Es ist sehr bequem und für den Verkäufer mit mittlerem Risiko verbunden. Der Kunde gibt nach dem Kauf seine Kontodaten an und erteilt damit dem Verkäufer die Einzugsermächtigung, somit bekommt er das Geld gutgeschrieben.

Nicht jedes Shopsystem bietet die Möglichkeit zur Verwendung von Lastschriftverfahren, denn dafür benötigt man ein eigenes Modul. Beim Lastschriftverfahren treten meistens dann Probleme auf, wenn das Konto des Kunden nicht gedeckt ist oder falsche Kontodaten angegeben werden. Hier muss man als Shopbetreiber mit einem zeitlichen Aufwand rechnen und einer Rücklastschriftgebühr.

Finanzierung

Es gibt eine Vielzahl an hochpreisigen Produkten, die sich viele Leute nicht leisten können, aber trotzdem haben wollen. Mit dieser Zahlungsmöglichkeit wird bewusst diese Zielgruppe angesprochen. Der Kunde bezahlt seine Ware monatlich ab.

Die Abwicklung einer Finanzierungsdienstleistung geht unkompliziert, entweder über einen Zahlungsanbieter oder direkt über eine Bank. Da das Risiko des Kreditausfalls bei der jeweiligen Bank bzw. Payment Provider liegt, lohnt sich der Finanzierungskauf für den Shopbetreiber. Diese Zahlungsart ist somit sehr risikoarm, da nach der Kreditentscheidung der Bank der gesamte Betrag an den Shop überwiesen wird.

Sofortüberweisung

Natürlich gibt es auch noch andere Anbieter die Zahlungen auf elektronischem Weg verarbeiten können, der bekannteste dafür ist Sofortüberweisung. Die Abwicklung funktioniert ähnlich wie bei Paypal und es wird für jede Transaktion eine entsprechende Gebühr bezahlt.

Der Kunde meldet sich mit den gewohnten Online-Banking-Zugangsdaten an. Danach werden die Daten verschlüsselt an die Bank übermittelt und mit dem TAN vom Kunden bestätigt.

Mobile Zahlung

Die Verkäufe und Käufe über Smartphones und Tablets nehmen stetig zu und gewinnen an Bedeutung. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich Online Händler früh genug Gedanken über mobile Zahlungsmöglichkeiten machen.

Mobile Zahlungssysteme nutzen eine interne Chiptechnik um beispielsweise von aufgeladenem Guthaben abbuchen zu können. Da diese mobilen Zahlungssysteme noch ausreifen und entwickelt werden müssen, sind sie in den wenigsten Shopsystemen integriert.