Die richtigen Zahlungsmöglichkeiten auswählen

Welche Fragen muss man sich stellen und welche Faktoren spielen eine Rolle?

Die Auswahl der richtigen Zahlungsmethoden im Onlineshop darf nicht unterschätzt werden. Für jeden Shopbetreiber ist es wichtig, die für ihn passenden Zahlungsmethoden anzubieten. Diese wählt man anhand verschiedener Faktoren aus und wiegt die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen ab.

Beachten Sie:

1. Risiko
2. Kundenakzeptanz
3. Gebühren
4. Integrationskosten?
5. Zielgruppe?
6. Produktsortiment?

Risiko

Das Wichtigste beim erfolgreichen Führen eines Onlineshops ist das Abwiegen von Risiken, vor allem bei den Zahlungsmöglichkeiten. Häufige Risiken können Zahlungsausfälle, der Aufwand beim Mahnungs- bzw. Forderungsmanagement, Liquiditätsengpässe oder auch rechtliche Risiken sein.

Sollte man sich für riskantere Zahlungsarten entscheiden, ist es sehr wichtig ein entsprechendes Risikomanagement zu haben. Beim Rechnungskauf oder beim Lastschriftverfahren lässt sich das Risiko großteils einschränken. Auch die Wahl eines Bonitätsprüfungsunternehmen ist essentiell, so kann man im Vorhinein die Bonität eines potentiellen Kunden einschätzen und dementsprechend Zahlungsarten mit hohem Risiko nur bedingt anbieten. Um Zahlungsausfälle von Anfang an zu minimieren kann man auch zu einem Factoring-Anbieter gehen, dieser kauft die offenen Rechnungen, kümmert sich um das gesamte Forderungsmanagement, die Debitorenbuchhaltung, Mahnwesen und Inkasso.

Kundenakzeptanz

Essentiell für die Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten ist natürlich auch die Akzeptanz der Kunden. Die sichersten Zahlungsarten nutzen nichts, wenn der Kunde nicht bereit ist damit zu zahlen.

Die Auswahl sollte so gewählt werden, dass der Kunde die Möglichkeit hat eine für ihn sichere Zahlungsart auszuwählen. Richtig sicher ist eine Zahlungsart für den Kunden dann, wenn er erst bei oder nach Erhalt der Bestellung bezahlen muss.

Das ermöglicht die Zahlung per Nachname oder mit Rechnung. Hier gilt auch nicht, je mehr Zahlungsverfahren desto besser, sondern eine Auswahl von ca. 4 Methoden ist genug.

Gebühren

Da jede Transaktion Geld kostet, sind auch die anfallenden Kosten der jeweiligen Zahlungsmethode genau zu prüfen.

Zu den günstigsten Zahlungsmöglichkeiten zählt die Zahlung mit Rechnung und per Vorkasse, hier fallen nur indirekte Gebühren an, die Kontoführungsgebühren. Elektronische Zahlungsanbieter wie Sofortüberweisung oder PayPal hingegen verrechnen eine fixe Gebühr pro Transaktion und eine variable Gebühr pro Zahlung.

Auch an Kreditkartenunternehmen ist eine monatliche Grundgebühr zu zahlen, neben einer variablen Gebühr pro Transaktion.

Es empfiehlt sich allerdings nicht jede Gebühr direkt an den Kunden weiter zu verrechnen. Da es sich um sehr sichere Methoden handelt, sollte man den Kunden dazu animieren sich für eine dieser Methoden zu entscheiden indem man sie kostenlos anbietet.

Integrationskosten

Nicht jede Zahlungsart ist bereits im jeweiligen Shopsystem enthalten, einige müssen zuerst integriert werden, damit man sie anbieten kann.

Wenn man als Onlinehändler technisch nicht sehr versiert ist, kann es durchaus möglich sein, dass hierfür ein externer Dienstleister notwendig ist. Der Aufwand dafür hängt sehr vom Shopsystem ab, die Kosten dafür sollten aber gering sein.

Zielgruppe

Die Bestimmung der Zielgruppe ist essentiell, auch für die Auswahl der Zahlungsarten.

Wenn man beispielsweise eine eher jüngere Zielgruppe anspricht, die technisch meistens mehr affin ist als ältere, empfiehlt es sich beispielsweise die Kreditkarte der Lastschrift vorzuziehen.

Produktsortiment

Auch das Produktsortiment trägt ihren Teil zur Auswahl der Zahlungsmethoden bei.

Verkauft man zum Beispiel sehr hochpreisige Artikel, wird die Akzeptanz für Vorkasse eher sinken. Hier wollen die Kunden sicher gehen, dass die gekaufte Ware sicher bei ihnen ankommt. Zahlungsarten wie Nachname oder paypal können dabei helfen, dem Kunden ein gutes Gefühl zu geben.